FAZ 17.11.2025
12:45 Uhr

(+) Franklin Templeton-Fachmann: „Auf jeden Fall weiter investieren“


Martin Lück, Kapitalmarktstratege der Fondsgesellschaft Franklin Templeton, lobt die Gelassenheit der Anleger: Er rechnet nicht mit einem Crash. Etwas anderes macht ihm größere Sorgen.

(+) Franklin Templeton-Fachmann: „Auf jeden Fall weiter investieren“

Ich habe keine Glaskugel. Aber wenn ich mich zwischen der Möglichkeit einer Jahresendrally, also eines weiteren Anstiegs der Kurse, und der Aussicht auf einen Crash festlegen müsste, würde ich klar zu Ersterem tendieren. Und zwar aus drei Gründen: Aus einer makroökonomischen Perspektive betrachtet, sehen wir derzeit an mehreren Stellen eine gewisse Entlastung. Erstens wurde der Zollkonflikt zwischen den Vereinigten Staaten und China vertagt, da herrscht momentan eine Art Waffenstillstand. Zweitens lässt sich zwar ein schwächeres Wachstum in den USA beobachten, aber eben keine Rezession. Und drittens deuten die Signale der amerikanischen Notenbank Fed derzeit eher auf eine weitere Zinssenkung hin. All das schafft ein Umfeld, das eher positiv für Aktien ist.

Nach turbulenten Jahren steigen die Zinsen für Anleihen und Festgeld mit längeren Laufzeiten in Deutschland wieder. Jetzt können Anleger wieder von bewährten Strategien profitieren. Was dabei beachtet werden sollte.

Hat sich bei KI-Aktien schon eine Blase gebildet oder nicht? Diese Frage beschäftigt Anleger und Analysten. Letztere meinen, dass nicht. Noch nicht.

Anleihen können einem Aktiendepot zu mehr Balance verhelfen. Aber viele Bonds, wie die von Schalke 04, sind bei Online-Broken wie Trade Republic gar nicht zu haben. Das kann an der Stückelung liegen – oder an den Auswahlkriterien der Broker.

Stellvertretender Ressortleiter für Wirtschaft und „Wert“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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