FAZ 26.12.2025
08:44 Uhr

(+) Flucht und Vertreibung: Wie an die einstigen deutschen Ostgebiete erinnern?


Die Erlebnisgeneration stirbt, doch nicht zuletzt Bucherfolge aus jüngster Zeit zeigen: Es gibt in Deutschland ein breites Bedürfnis nach Orientierung zum Thema Flucht und Vertreibung aus dem historischen deutschen Osten.

(+) Flucht und Vertreibung: Wie an die einstigen deutschen Ostgebiete erinnern?

Die Erlebnisgeneration von Flucht und Vertreibung aus dem historischen deutschen Osten ist acht Jahrzehnte nach Ende des Zweiten Weltkriegs weitgehend verschwunden. Ist die Bildungsarbeit zu diesem Teil deutscher Geschichte damit obsolet – zumal sich die vielen Millionen Nachkommen von Flüchtlingen aus Pommern, Oberschlesien oder dem Sudetenland doch längst nicht mehr von anderen Bundesbürgern unterscheiden wollen? Das Gegenteil trifft offensichtlich zu. Dafür sprechen immer wieder bemerkenswerte Erfolge von Büchern zum Thema.

Der Unternehmer, der Anwalt, der Immobilienentwickler – immer mehr Menschen in Deutschland steigen statt in die Bahn lieber ins Privatflugzeug. Aber kaum einer will darüber reden.

Vor 80 Jahren erschien das erste Heft einer Zeitschrift, die den Deutschen über die Beschäftigung mit ihrer Historie den Weg in eine demokratische Zukunft zeigen wollte. „Die Gegenwart“ war eine Schöpfung Benno Reifenbergs. Er verstand sie als Platzhalter bis zur Wiedergeburt der Frankfurter Zeitung.

Zum ersten Mal seit dem Putsch veranstaltet das Militärregime wieder einen Urnengang. Doch viele wollen bei dieser „Scheinwahl“ nicht mitmachen.

Politischer Korrespondent in Nordrhein-Westfalen.

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