FAZ 30.01.2026
19:00 Uhr

(+) F.A.Z.-Gesundheitspodcast: Ab wann ist Schwitzen krankhaft – und wie kann man es behandeln?


Wer übermäßig viel schwitzt, leidet unter Hyperhidrose. Das Leid der Betroffenen ist oft groß. Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

(+) F.A.Z.-Gesundheitspodcast: Ab wann ist Schwitzen krankhaft – und wie kann man es behandeln?

Jeder Mensch schwitzt individuell: Dem einen werden die Achseln schon feucht, wenn er ein paar Treppen steigen muss, der andere sieht nach dem ersten Satz des Tennismatchs noch wie aus dem Ei gepellt aus. Doch wenn Schweiß ohne Veranlassung oder besondere klimatische Verhältnisse von den Händen tropft oder die Haare durchnässt, also die Lebensqualität beeinträchtigt, dann stimmt was nicht.

Prof. Waldemar Schreiner, Thoraxchirurg am Universitätsklinikum Frankfurt, erklärt im Gespräch mit Lucia Schmidt, Podcast-Gastgeberin und Redakteurin der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, dass zwei bis drei Millionen Menschen in Deutschland unter pathologischem Schwitzen leiden. Zusätzlich dürfte es eine große Dunkelziffer geben, da neben der primären Form, von der vor allem Menschen ab der Pubertät betroffen sind, auch viele sekundäre Formen der Hyperhidrose hinzugekommen, die durch andere Krankheiten hervorgerufen werden (u.a. Depressionen, Schlaganfall, Diabetes). Bei der primären Form sind vor allem die Hände und Füße betroffen, bei der sekundären Form kann es auch der gesamte Körper sein.

Redakteurin im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.