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11.12.2025
07:37 Uhr
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Was braucht Deutschland, um wehrhaft zu werden? Den Mut, aus den Erfahrungen des Ukrainekriegs zu lernen, sagten Unternehmer und Ökonomen bei einer Konferenz von F.A.Z. PRO Weltwirtschaft. Dabei war auch Selbstkritisches zu hören – sogar von der Bundeswehr.

Wenn Franziska Cusumano den Stand der deutschen Debatte über Wehrhaftigkeit illustrieren will, greift sie zu zwei Broschüren. Beide sollen die Bevölkerung informieren, wie sie sich für Krisen und Katastrophen rüsten kann. Die eine trägt auf dem Cover eine Frau mit Taschenlampe, die ihre Kellervorräte prüft. Das ist die deutsche Broschüre. Die andere zeigt eine Frau mit Stahlhelm und Waffe in der Hand. Die ist aus Schweden.
Die neue Sicherheitsstrategie der Vereinigten Staaten betont, dass Lateinamerika wieder exklusiv dem eigenen Einflussbereich unterstellt wird. Dies richtet sich gegen Europa, aber auch gegen China und Russland.
Europa müsse stärker auf die eigene Rüstungsindustrie setzen, statt immer mehr Waffen in den USA zu kaufen, sagt der Ökonom Guntram B. Wolff. Dazu müssten die Europäer allerdings enger als bisher zusammenarbeiten.
Im Streit um die Reform des europäischen Lieferkettengesetzes argumentiert die eine Seite mit Bürokratieabbau, die andere mit dem Schutz von Menschenrechten. Bußgelder gab es aber bisher keine. Alles Wichtige zum EU-Kompromiss und den Folgen für Unternehmen.
Redakteur in der Wirtschaft.
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