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07.01.2026
08:14 Uhr
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In keiner anderen europäischen Stadt leben so viele Venezolaner wie in Madrid. Nach dem Sturz Maduros warten nun Hunderttausende ab, wie es in ihrer Heimat weitergeht.

Andreína Monasterio Andrade redet wie ein Wasserfall. Die Venezolanerin gibt zu, dass es ihr schwerfalle, den Überblick zu behalten über das, was seit Samstag plötzlich in ihrem Heimatland geschieht. Seit 2014 lebt sie in Madrid – wie mehr als 200.000 Venezolaner. „Klein Caracas“ nennen manche die Hauptstadt Spaniens. In das Land sind laut offiziellen Zahlen insgesamt mehr als 400.000 Bürger des südamerikanischen Staates geflohen. Schätzungen gehen von einer deutlich höheren Zahl aus. Klar ist, dass es so viele sind wie in keinem anderen EU-Land.
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Politischer Korrespondent für die Iberische Halbinsel und den Maghreb mit Sitz in Madrid.
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