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28.01.2026
07:01 Uhr
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Die Stellenausschreibungen für Digitalexperten laufen seit 2023 auseinander. KI-Profile explodieren, während Robotik und Industrie 4.0 zurückfallen.

Die schwache Konjunktur in Deutschland schlägt inzwischen voll auf den digitalen Arbeitsmarkt durch: Die Zahl der Stellenausschreibungen in den MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) ist im vierten Quartal des Vorjahres um neun Prozent auf rund 550.000 gesunken.
In der Industrie verschiebt KI die Grenze dessen, was möglich ist. Unternehmen simulieren Prozesse, bevor eine Maschine gebaut wird und entdecken Materialkombinationen, die Menschen kaum systematisch durchrechnen können.
Künstliche Intelligenz wird im Arbeitsalltag von den Profis immer intensiver genutzt, aber sie dringt nicht automatisch in die Breite vor. Nach drei Jahren rasantem Wachstum scheint ein Plateau erreicht zu sein. Die Folge könnte eine doppelte digitale Lücke sein.
Weil KI die Einstiegshürde in vielen Jobs senkt, wächst der Bewerberkreis im Durchschnitt um zehn Prozent. Damit sinken auch die Löhne. Es sei denn, man gehört zu den Topexperten seines Metiers. Dann erhöht KI das Gehalt.
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