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03.01.2026
12:54 Uhr
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Mit Künstlicher Intelligenz bauen Intermediäre aus den USA und China ihre Macht aus. Sie formen unsere Öffentlichkeit. Europa braucht einen eigenen, dritten Weg der Digitalisierung. Wenn wir jetzt nicht handeln, ist es zu spät.

Die massenhafte und weitgehend unregulierte Verbreitung von Medieninhalten, die mithilfe oder gar gänzlich von Künstlicher Intelligenz generiert wurden, bedroht wesentliche Grundlagen unserer kommunikativen Öffentlichkeit. Schon heute ist für den Laien kaum mehr zu überprüfen, welcher Inhalt Vertrauen verdient und welcher nicht. Alle klassischen Marker für Glaubwürdigkeit und Relevanz verschwinden. An ihre Stelle tritt eine nochmals rapide anschwellende Informations- und Datenflut, die den Raum der gemeinsamen Verständigung zu überschwemmen droht.
Über Hunde hat Thomas Mann sich oft liebevoller geäußert als über Menschen - waren sie ihm am Ende doch näher? Bestandsaufnahme keiner Nebensächlichkeit zum Ende des Jubiläumsjahrs.
Kulturelle Hegemonie braucht bodenständige Helden: Wie Tolkiens „Herr der Ringe“ zum Idealbuch neurechter Deutung geworden ist.
Russlands Universitäten werden zusehends zu Helfershelfern Putins. Studenten müssen Spionage-Apps installieren, Tarnnetze nähen und unter Aufsicht wählen. Ein Blick in ein System, das den freien Geist austreiben will.
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