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07.03.2026
18:24 Uhr
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Der Krieg in Iran stürzt die Welt in eine Energiekrise. In China reichen die Gasreserven nur wenige Wochen. Wollte Trump mit dem Schlag den großen Konkurrenten treffen?

Mao Tse-tung schaut über den verschneiten Platz des himmlischen Friedens in Peking. Für Chinas Mächtige, die sich gerade durch die Kälte in die Große Halle des Volkes gekämpft und zum Nationalen Volkskongress versammelt haben, ist das eine schlechte Nachricht. Nicht Maos Konterfei – das schaut seit Jahrzehnten über den Platz. Sondern der Schnee.
Die allermeisten Lieferungen aus der Straße von Hormus gehen nach Asien. Dort richten sich die Blicke schon auf die Notreserven. Mehrere Regierungen richten Krisenstäbe ein.
Die iranische Insel Kharg ist ein gewaltiges Ölterminal. Nimmt man sie ein, fließt praktisch kein Tropfen mehr aus dem Land. Schon in der Carter-Ära wurde diskutiert, Kharg zu besetzen. Jetzt findet die Idee neuen Zuspruch.
Die Preise für Öl und Gas steigen deutlich. Der Hauptexporteur von Flüssiggas, Qatar, fällt vorerst aus. Je länger der Krieg dauert, desto härter könnte es Europa treffen.
Wirtschaftskorrespondent in Washington.
Wirtschaftskorrespondent für China mit Sitz in Schanghai.
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