FAZ 02.03.2026
06:18 Uhr

(+) Ernährung in der Schwangerschaft: „Ohne Zucker und Weizen dauert die Geburt vier bis sechs Stunden“


Frank Louwen ist Leiter der Geburtshilfe an der Uniklinik Frankfurt und Namensgeber einer „Diät“, die er nie erfunden hat. Was wirklich hinter seiner Empfehlung steckt und weshalb Frauen nicht im Liegen gebären sollten.

(+) Ernährung in der Schwangerschaft: „Ohne Zucker und Weizen dauert die Geburt vier bis sechs Stunden“

Frauen, die in der Schwangerschaft eine Zuckerkrankheit haben – egal ob Schwangerschaftsdiabetes oder vorbestehender Diabetes – hatten früher häufiger Übertragung, Einleitungen und Kaiserschnitte, weil die Geburt nicht richtig voranging. Heute sehen wir das zum Glück seltener, weil die Blutzuckereinstellung meist besser ist. Aber genau das wirft die Frage auf: Was hat der Blutzucker mit dem Geburtsbeginn zu tun? Ich bin dazu vor Jahren in der molekularbiologischen Literatur auf spannende Befunde gestoßen: Die Bildung von Prostaglandinen – also den Hormonen, die in der frühen Geburtsphase den Gebärmutterhals weich und kürzer machen, den Muttermund öffnen, regelmäßige Wehen unterstützen und auch mit Schmerzen zusammenhängen – ist abhängig vom Blutzuckerspiegel. Vereinfacht: Je höher der Blutzucker, desto weniger Prostaglandine. Das hat uns zu eigenen Untersuchungen im Labor und mit Patientinnen geführt. Daraus ist die Empfehlung entstanden, in den letzten vier Wochen vor der Geburt auf Lebensmittel zu verzichten, die den Blutzucker schnell ansteigen lassen – vor allem Süßigkeiten und weißes Weizenmehl, weil Weizenmehl rasch Zucker freisetzt.

Will ich Kinder? Und muss ich dafür mein schönes Leben aufgeben? Diese Fragen haben unsere Autorin lange umgetrieben. Jetzt ist ihre Tochter zwei Jahre alt. Eine Bilanz in acht Erkenntnissen.

Zweimal schon wurden auf den Weiden von Familie Wunderle in Biblis-Nordheim Rinder illegal geschlachtet und abtransportiert. Die Täter konnten fliehen. Hinterlassen haben sie viel Blut – und ein Gefühl der Schutzlosigkeit.

Die reichlichen Niederschläge im vergangenen Jahr haben dem Wald rund um Darmstadt gutgetan. Ein Signal für Entwarnung ist das aber nicht.

Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

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