FAZ 27.11.2025
06:56 Uhr

(+) Erhöhter Benzinpreis: Teherans Angst vor wütenden Autofahrern


In Iran ist Benzin stark subventioniert, aus Angst vor Protesten wurde der Preis seit 2019 nicht erhöht. Jetzt hebt die Regierung den Preis – wohl, weil die Kassen klamm sind.

(+) Erhöhter Benzinpreis: Teherans Angst vor wütenden Autofahrern

In kaum einem Land der Welt ist das Benzin so billig wie in Iran. Jeder Autobesitzer darf bisher 60 Liter pro Monat zum subventionierten Preis von umgerechnet 0,12 Euro und weitere hundert Liter für 0,24 Euro tanken. Mit jedem verkauften Liter verliert der iranische Staat Geld. Dieses Geld kommt nicht nur den iranischen Autofahrern zugute, sondern auch den Schmugglern, die das Benzin mit hohem Gewinn in Nachbarländern verkaufen. Deshalb empfehlen Wirtschaftsberater der Regierung seit Jahren, den Benzinpreis anzuheben – auch um die Inflation besser in den Griff zu bekommen.

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Der frühere Grünen-Chef über die Frage, wann Trainer oder Parteivorsitzende gehen müssen, den anstehenden Parteitag und fehlende Hilfe für die Ukraine.

Politische Korrespondentin für die Türkei, Iran, Afghanistan und Pakistan mit Sitz in Istanbul.

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