FAZ 18.01.2026
10:24 Uhr

(+) Elon Musks Cybertruck: Die Rasierklinge auf Rädern und das Ende der Globalisierung


Europa lässt ihn nicht auf die Straße, weil er zu gefährlich ist. Warum Teslas Cybertruck das perfekte Symbol für das gegenwärtige Amerika ist.

(+) Elon Musks Cybertruck: Die Rasierklinge auf Rädern und das Ende der Globalisierung

Das Jahr 2026 ist noch nicht besonders weit fortgeschritten, aber man kann schon jetzt sagen, dass es einmal in die Geschichtsbücher eingehen wird als der Moment, an dem das Verhältnis der Vereinigten Staaten und der Europäischen Union einen neuen Tiefpunkt erreichte: Noch an Weihnachten hätte man nicht gedacht, dass die Regierung in Washington einen Diktator, der auf einer großen, für die USA interessanten Ölblase sitzt, einfach kidnappt – und auch nicht, dass kurz danach deutsche Soldaten zur Gefahrenabwehr nach Grönland geschickt würden, offiziell, um Präsenz gegen die dort herumschiffenden Russen und Chinesen zu zeigen, vor allem aber wohl auch, um das Haupt-NATO-Land USA davon abzuhalten, den Verbündeten zu deutlich zu zeigen, dass sie es ab sofort mit einer neuen Weltordnung ohne Völkerrecht und Bündnisse zu tun haben.

Seit Dürer hat die Kunst einen siebten Sinn für das Hässliche: Das Museum Scharf-Gerstenberg in Berlin zeigt Meisterstücke aus der Privatsammlung seiner Mäzenin Julietta Scharf.

Das bemerkenswerte Hörspiel „Die Causa Jeanne d’Arc“ von Kai Grehn inszeniert den Prozess gegen Joanna von Orléans als akustisches Kammerspiel mit fast vierzig Sprechern.

Wenn Wortkunst zu grandioser Klangkunst wird: In „Sagen die Luftwurzeln“ vertonen Matthias Kratzenstein und ein virtuoses Schauspiel-Ensemble die Gedichte von Jürgen Nendza.

Redakteur im Feuilleton / Frankfurter Allgemeine Quaterly.

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