Jedes Buch erzieht seine Leserschaft zu einem bestimmten Verhalten. Die meisten Bücher sagen „Bleib sitzen, schau mich an, lies weiter“, und daran ist auch nichts verkehrt. Aber die Welt wäre sehr verarmt, wenn es nicht auch Bücher mit vollkommen anderen Bedienungsanleitungen gäbe, etwa die des österreichischen Lektüremagiers Peter Waterhouse. Das Erlebnis seiner Bücher erinnert nicht an herkömmliche „spannende Geschichten“, sondern eher an real world RPGs (Rollenspiele in der wirklichen Welt). Während der Lektüre von „Z Ypsilon X“ ertappte ich mich immer wieder dabei, wie mein normaler Alltag in Wien zu einem Teil des Werkes wurde. Dazu muss ich kurz etwas erwähnen, das zunächst gar nichts mit dem Buch von Peter Waterhouse zu tun hat: Vor Kurzem fand ich im Keller ein altes Englischlehrbuch, das mein Großvater Otto im Juni 1945 in amerikanischer Kriegsgefangenschaft bekam.
