FAZ 09.12.2025
13:01 Uhr

(+) EU-Forschungsprogramm: Europäische Wissenschaft unter Wettbewerbsdruck


Die Europäische Kommission will die Wissenschaft enger mit dem Wettbewerb verzahnen. Die Universitäten fürchten, dass der Forschung die Ziele vom Markt vorgegeben werden.

(+) EU-Forschungsprogramm: Europäische Wissenschaft unter Wettbewerbsdruck

Das neue EU-Forschungsprogramm FP 10 soll erst 2028 anlaufen, zum vorliegenden Kommissions-Entwurf stapeln sich aber schon jetzt die Anregungen und Beschwerden. Vergangene Woche haben mehrere europäische Universitätsverbände, darunter die Europäische Universitätsvereinigung und die Liga der europäischen Forschungsuniversitäten, in einem dringenden Appell davor gewarnt, die Wissenschaft den Marktimperativen zu unterstellen. Seit die Kommission ihren Plan bekannt gemacht hat, das Programm eng mit dem neuen Wettbewerbsfonds zu verzahnen, geht an den Universitäten die Sorge um, langfristige Forschungsziele könnten kurzfristigen Wirtschaftsinteressen geopfert werden. EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen hat die Eigenständigkeit des Forschungsprogramms zwar zugesichert, aber offen gelassen, wie genau er mit dem Wettbewerbsfonds verbunden werden soll. Das gibt Gerüchten breiten Raum. Entscheidend wird sein, ob die Leitung der entsprechenden Programmsäule bei der Wissenschaft oder beim Wettbewerbsfond liegt.

Die Ökonomin Corinne Low von der Wharton School hat Daten über das Leben von Frauen analysiert. Hier erklärt sie, welche Auswirkungen die Partnerwahl auf die Karriere hat – und was man beim ersten Date fragen sollte.

Rischart’s Backhaus ist mit seiner mehr als 140 Jahre alten Geschichte ein Stück München. Warum ein neuer Standort die lokale Identität stärkt.

Der IQB-Bildungstrend hat Nordrhein-Westfalen erhebliche Defizite in den MINT-Fächern bescheinigt. Bildungsministerin Dorothee Feller und der Kieler Bildungsforscher Olaf Köller im Interview zu Gegenmaßnahmen.

Redakteur im Feuilleton.

Schlagworte: