Die Schwedin Anna Bågenholm war Skifahren, als sich der Unfall ereignete. 1999 war das, im Mai. Die Ärztin stürzte und fiel kopfüber in einen zugefrorenen Bach. Bågenholm wurde unter die Eisdecke gedrückt, ihr Körper zwischen zwei Felsen eingeklemmt. Immerhin: Ihr Kopf lag in einer Luftblase unter dem Eis, sie konnte atmen. Befreien konnten ihre Begleiter sie aber nicht. Um 18.27 Uhr setzten sie einen Notruf ab, um 19.40 Uhr konnte ein Rettungsteam die Eisdecke mit einer Kreissäge aufsägen und die Frau befreien. Zu diesem Zeitpunkt war sie bereits seit 40 Minuten bewusstlos. Als sie mit dem Rettungshubschrauber kurz nach 21 Uhr in der Universitätsklinik Tromsø eintraf, betrug ihre Körpertemperatur nur noch 14,4 Grad Celsius, ihre Pupillen waren starr, ihr Herz schlug nicht mehr, Hirnströme waren nicht mehr feststellbar. Die Frau war klinisch tot.
