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10.01.2026
11:53 Uhr
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Graupensuppe ist für viele Menschen das reine Grauen, der Inbegriff einer geschmacklosen Armenspeise – höchste Zeit, die Version des Sternekochs Sascha Stemberg zu probieren.

Fluch und Segen zugleich war Reichsgraf von Rumford für die deutsche Küche, der Schöpfer der berühmten Rumfordsuppe, die Millionen Menschenleben rettete, aber auch bleibendes Unheil anrichtete. Ende des 18. Jahrhunderts erfand der rastlose Mann, der gar kein Koch, sondern Soldat und Politiker, Physiker und Philanthrop, Waffentüftler und Sozialreformer war, diese überaus nahrhafte Speise. Sie ist dick wie Brei, geschmacklos wie Kleister, besteht vor allem aus Graupen, den geschälten Körnern der Gerste, und machte nicht nur die Armeen von Rumfords Dienstherren satt, des bayerischen Kürfürsten Karl Theodor, sondern wurde auch in den Armenhäusern an die Elendsten ausgegeben. Für drei Pfennige pro Tag konnte man einen Menschen verköstigen, so rühmte der Reichsgraf, ohne dabei zu bedenken, dass er den Ruf der Graupen als Armenspeise damit für lange Zeit zementierte und als Delikatesse für zwei Jahrhunderte ruinierte.
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Verantwortlicher Redakteur für das Reiseblatt, stellvertretender Ressortleiter des Feuilletons.