Als Katharina Shingler vor rund 15 Jahren als Referendarin ins Frankfurter Büro der Großkanzlei Freshfields kam, stellte sie fest: Die meisten Anwälte tragen einen Doktortitel. „Das hat sich stark verändert“, sagt Shingler. Inzwischen zeige sich ein gemischteres Bild. Eine Promotion ist heute keine formale Voraussetzung für den Einstieg oder den Aufstieg, weder bei Freshfields noch bei anderen Großkanzleien wie Noerr oder Gleiss Lutz. Und doch fällt auf: Wer an der Spitze der Karriereleiter steht, ist oft promoviert. Als Shingler 2025 zur Partnerin ernannt wurde, zählte sie bei Freshfields zu einer Gruppe von sechs neuen Partnerinnen und Partnern – vier von ihnen mit Doktortitel. Ähnlich sieht es in anderen Kanzleien aus.
