FAZ 11.02.2026
14:36 Uhr

(+) Deutschland und Israel: Auf Kriegsfuß mit der deutschen Erinnerungskultur


Namhafte Intellektuelle rechnen mit Deutschlands Bekenntnis zu Israel ab. Der „Hyper-Zionismus“, so ihre These, könnte in einen neuen Faschismus münden. Ist das stichhaltig?

(+) Deutschland und Israel: Auf Kriegsfuß mit der deutschen Erinnerungskultur

Unter progressiven Intellektuellen gehört es inzwischen zum guten Ton, den vermeintlichen „Zionismus“ des politischen Establishments in Deutschland zu kritisieren. Gemeint ist damit nicht die jüdische Nationalbewegung des späten neunzehnten und frühen zwanzigsten Jahrhunderts, sondern die Bejahung des Existenz- und Verteidigungsrechts Israels, zu dem sich ja alle großen Parteien in Deutschland bekennen. In einem neuen englischsprachigen Sammelband mit dem plakativen Titel „Hyper-Zionism“ (Verso) wird diese Unterstützung Israels jetzt einer Generalabrechnung unterzogen. Doch wer vom Herausgeber des Bandes, Hans Kundnani, Senior Research Fellow am Royal Institute of International Affairs in London, eine Erläuterung des titelgebenden Begriffs erwartet, wird leider enttäuscht.

Wenn das Ende sich ankündigt, werden mutige Menschen auf erstaunliche Weise schöpferisch tätig: Uwe Dierksens musikalisch-literarische „Hirngespinste“ bilden ein Klangkunstwerk der Extreme.

Sie waren Menschen, die es nach der NS-Logik eigentlich nicht hätte geben dürfen: Die zum Judentum Konvertierten. Ihr Schicksal liegt noch weitgehend im Dunkeln.

Hätte man doch nur das Lafayette-Haus dazugenommen: Die dringend sanierungsbedürftige Berliner Neue Staatsbibliothek wird von 2030 an zur Baustelle – für mindestens elf Jahre.

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