FAZ 25.11.2025
11:09 Uhr

(+) DB-Lese-Kampagne: Irgendwas mit KI


Die Bahn stellt jetzt Lesetafeln auf, damit die Fahrgäste sich während ihrer endlosen Wartereien nicht so langweilen. Es sind Literaturklassiker dabei. Aber Vorsicht: Die Versionen sind gewöhnungsbedürftig.

(+) DB-Lese-Kampagne: Irgendwas mit KI

An manchen Bahnhöfen sind jetzt auf Werbetafeln Texte angebracht, die irgendwie mit Bildung zu tun haben. Dagegen ist im Prinzip nichts zu sagen. „Lesen, bis der Zug kommt“ – nur echt mit dem Komma; in der Berichterstattung, so viel zum Thema „Bildung“, wird es natürlich schon fleißig weggelassen, jedoch nicht von der Deutschen Bahn – heißt die Kampagne, die sich die Werbeagentur Ogilvy ausgedacht hat, in der richtigen Annahme, dass die Fahrgäste, die sich an den Bahnsteigen die Beine in den Bauch stehen, nach Lektüre der gelben Abfahrtspläne noch jede Menge Zeit haben.

Im Auftrag der eigenen Mutter geschrieben: Lídia Jorges Roman „Erbarmen“ erzählt von der Zeit einer Frau im Pflegeheim – über die kurzen Beziehungen zu den Pflegerinnen, die Allgegenwart des Todes und Liebe im hohen Alter.

In Halberstadt besinnt sich das Harztheater seiner Wagner-Tradition und will bis 2027 die ganze „Ring“-Tetralogie aufführen, 100 Jahre nach dem ersten Mal – eine Harzreise, die sich lohnt.

In „Polizei“ erzählt Laila Stieler eine Geschichte, in der die „Freunde und Helfer“ das Gegenteil dessen sind, was sie sein sollen, und sich gegen einen Unschuldigen verschwören. Für einen jungen Mann steht plötzlich die Existenz auf dem Spiel.

Redakteur im Feuilleton.

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