FAZ 29.01.2026
07:21 Uhr

(+) Chinas prekäre Lage: Peking sucht sein Heil bei Trumps Opfern


Europäer und Inder haben den Freihandel beschlossen. Auf lange Sicht wird das China schmerzen. Doch ist aus Peking im Vergleich zum Getöse aus Washington auf der Weltbühne wenig zu hören. Denn das Land braucht die Märkte der Demokratien, um seine Wirtschaft zu stabilisieren.

(+) Chinas prekäre Lage: Peking sucht sein Heil bei Trumps Opfern

Einmal mehr setzt Peking auf die Ausfuhr, um die heimische Schwäche auszugleichen. Die Welle der chinesischen Überproduktion wird Europa in dem Maße treffen, in dem sich die USA abriegeln. Zwar brauchen die Europäer chinesische Bodenschätze. Doch brauchen die Chinesen auch westliche Märkte.

Chinas Hauptstadt will saubere Luft und keinen Smog mehr. Den Preis dafür zahlen Bauern und Rentner wie Herr Zhang rund um Peking. Er darf nicht mehr mit Kohle heizen. Doch statt mit Gas heizt er jetzt fast gar nicht mehr.

Die Parlamentswahlen am 8. Februar könnten einen demokratischen Regierungswechsel bescheren. Das klingt vielversprechend für Investoren, aber viele wirtschaftliche Probleme werden bleiben.

Der Finanzplatz Hongkong hat unter Chinas wachsendem Druck gegen die Demokratiebewegung gelitten. Nun aber gibt es wieder große Börsengänge, und die Investoren klopfen an. Das liegt ausgerechnet an Peking.

Leiter F.A.Z. PRO Weltwirtschaft

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