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17.12.2025
06:50 Uhr
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Das Scheitern der Cariad offenbart die strukturellen Schwächen des deutschen Innovationssystems. Die „zweite Zentrale“ in China zeigt, wie der Wandel zur Informationsökonomie noch gelingen kann – aber zu welchem Preis?

Die strategische Neuausrichtung von Volkswagen in China ist weit mehr als eine regionale Marktoffensive. Sie ist das pragmatische Eingeständnis, dass der digitale Paradigmenwechsel im Heimatmarkt Deutschland strukturell blockiert ist. Während die Softwaretochter Cariad in Deutschland als Dienstleister der etablierten Marken und in ihren veralteten Prozessen erstickte, schafft VW in Hefei mit der „Volkswagen China Technology Company“ (VCTC) ein „befreites Labor“. Dieser radikale Gegenentwurf zur gescheiterten Deutschlandstrategie offenbart die grundlegenden Voraussetzungen für den Wandel zur Informationsökonomie – und stellt den deutschen Industriestandort vor eine existenzielle Frage.
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