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28.02.2026
14:16 Uhr
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Nicht erst seit Bari Weiss im Herbst 2025 zur Chefredakteurin von „CBS News“ wurde, steht der Sender unter Verdacht, mit journalistischen Standards zu brechen, um sich mit Präsident Trump gut zu stellen.

Die Beziehung zwischen Stephen Colbert und CBS lässt sich wohl nicht mehr reparieren. Der „Late Show“-Moderator gehörte einst zu den Zugpferden des traditionsreichen Nachrichtensenders, doch seit seine Show zu diesem Frühjahr überraschend abgesetzt wurde, kritisiert er seinen Sender noch offener. Dass Colbert keine falsche Loyalität kennt, hatte er schon gezeigt, als er im vergangenen Jahr die Millionen Dollar, die der Mutterkonzern Paramount zahlte, um eine Klage von Donald Trump abzuwenden, on air als „dickes, fettes Bestechungsgeld“ bezeichnet hatte. Jetzt wirft der Moderator CBS Zensur und Lügen vor.
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Im Ludwigshafen-„Tatort“ heißt es: Radfahrer gegen SUVs. Daraus könnte leicht ein Gut-gegen-Börse-Erzählmuster entstehen. Hier jedoch sind Tugenden und Laster verteilt. In die Gänge kommt der Film allerdings nicht.
Berlins „Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart“ zeigt Giulia Andreanis Kunst, die in ihrer Malerei nach Fotos Erinnerungskultur und Machtpolitik auseinandernimmt. Bei den machtpolitischen Verwicklungen der Sponsoren schaut man dafür nicht so genau hin.
Feuilletonkorrespondentin in New York.
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