FAZ 15.12.2025
08:24 Uhr

(+) Bloggen im Exil: Die Demütigung der eigenen Bürger gehört zum Alltag


In Belarus herrschen Willkür, Folter und Zensur. Nach ihrer Freilassung schildern Regimegegner die Bedingungen ihrer Haft.

(+) Bloggen im Exil: Die Demütigung der eigenen Bürger gehört zum Alltag

Die Freilassung von 123 politischen Gefangenen aus belarussischen Straflagern ist ein Hoffnungsschimmer für alle Belarussen, die im Exil leben. Mit dem Friedensnobelpreisträger Ales Bialiatski, der Musikerin und Bürgerrechtlerin Maria Kolesnikova sowie ihrem Anwalt Maxim Znak sind prominente Gesichter des Sommermärchens von 2020 wieder in Freiheit. Znak war es noch aus der Zelle des Minsker KGB-Gefängnisses gelungen, mit der im Suhrkamp Verlag erschienenen Essaysammlung „Zekamerone“ Innenansichten belarussischer Gefängnisse zu veröffentlichen. Weil sie 2020 auch nach den gefälschten Präsidentenwahlen auf Würde, Recht und Freiheit beharrten, galten Znak, Kolesnikova, Bialiatski und andere Köpfe der Opposition dem Lukaschenko-Regime als Staatsfeinde, Extremisten und Terroristen.

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