Die Zutaten für den „Future Starter“ sind geblieben, nur das Mischungsverhältnis ist neu: „Vor zwei Jahren kamen beim Berufseinstieg noch vier Teile Purpose auf einen Anteil Pragmatismus. Das kehrt sich momentan eher um“, sagt Stephan Pflaum. Der Karriereberater der Ludwig-Maximilians-Universität in München hat sein Ohr am Puls von Studienabgängern und das Bild vom Berufseinsteiger-Cocktail kürzlich auf einer Teambesprechung geprägt. Das Schlagwort „Purpose“ und damit das Streben nach beruflicher Erfüllung hatte vor zwei, drei Jahren Hochkonjunktur, als Lebensunterhalt noch ein Nebenprodukt von Lebenssinn zu sein schien. Inzwischen ist allerdings häufiger von Wirtschaftskrise oder KI-Substitution als von Selbstwirksamkeit die Rede und das geht an den Hochschulabsolventen nicht vorbei.
