Die Energiewende ist in den vergangenen Jahren immer teurer geworden – so lautet ein gängiges Narrativ. Jetzt lässt sich diese gefühlte Wahrheit erstmals mit Zahlen belegen. Seit 2018 sind die Ausgaben für das Stromsystem in Deutschland sehr stark gestiegen, und zwar inflationsbereinigt um durchschnittlich 8,1 Prozent im Jahr. Zum Vergleich: In den Jahren zuvor – von 2010 bis 2017 – waren es im Schnitt nur 0,7 Prozent im Jahr. Das zeigen Zahlen, die das Energiewirtschaftliche Institut an der Universität zu Köln (EWI) kürzlich vorgelegt hat. Demnach sind die Ausgaben seit dem Beginn des Betrachtungszeitraums im Jahr 2010 in jeder Verbrauchergruppe jeweils stärker gestiegen als die Inflation. Während im Jahr 2010 17 Cent je Kilowattstunde – in Preisen von 2024 – ausgegeben wurden, waren es zuletzt schon 30 Cent.
