Wo denn der Vorsprung durch Technik oder zumindest ein wenig Fortschritt bliebe, musste sich Audi mehrere Jahre fragen lassen. Nachdem der gordische Softwareknoten durchtrennt war, flutete der hierzulande weiterhin mit vier Ringen antretende Hersteller die Verkaufsräume mit neuen Modellen, darunter die dritte Generation des Q3, des zweitkleinsten SUV im Programm. Wobei klein relativ ist. Denn mit 4,54 Meter Länge zeigt er respektables Mittelklasseformat und pflegt optisch gar Ambitionen, höher hinauszukommen, wozu auch der weit über das technisch Notwendige hinaus dimensionierte Kühlergrill beiträgt. Im Ingolstädter Idiom heißt das Bauteil Single Frame, es verleiht dem an sich fein auftretenden Wagen einen Hauch unnötiger Aggressivität. Es gäbe den Q3 auch mit flacherem Heck, dann hieße er Sportback, die von uns gefahrene Variante nennt sich schlicht SUV.
