|
12.12.2025
14:43 Uhr
|
Gewalt, Humor und ein Geisterhemd – Sydney Sweeney kämpft sich im Kino durch den Neo-Western „Americana“. Das Ergebnis ist mitunter etwas zu überdreht.

In unserer fragilen Gegenwart ist der Boykott die allgegenwärtige Kulturtechnik, mehr noch Kulturkampftechnik. Zum Boykott aufgerufen wurde auch zum amerikanischen Start von Tony Tosts Regiedebüt „Americana“. Der Zündfunke: eine Jeans-Werbekampagne des Modeunternehmens American Eagle. Darin trat die amerikanische Schauspielerin Sydney Sweeney, die zum Ensemble von Tosts Film gehört und an der seit ihrer Rolle im Serienhit „Euphoria“ kein Vorbeikommen ist, unter dem Slogan „Sydney Sweeney has great Jeans“ auf – ein (sicher kalkuliert) provokantes und in jedem Fall unsensibles Spiel mit dem Gleichklang zwischen Jeans und „genes“, dem englischen Wort für Gene.
Seit bald dreißig Jahren ist die Forschung einem Maler auf der Spur, der so gut wie der Meister war, aber ein Phantom blieb. Eine Schau in Leiden will das nun ändern und stellt eine gewagte These auf.
Tragisches Tagebuch: Arthur Schnitzlers Tochter Lili will gefährlich leben und erspart sich selbst, dem Papa (und jetzt auch noch uns) nichts.
Der Autor Hinrich von Haaren hat einen Roman über die Erinnerungen eines Mannes an den Hamburger Feuersturm im Jahr 1943 geschrieben. Der Protagonist ist eine komplexe Figur, die zwischen Schweigen und Sprechen steht.