In wenigen Generationen wird das große Wasser als flach schläfrige Flut dauerhaft in Hamburg wohnen. Den hanseatischen Hausboothafen überragt ein Stadion, in dem computergestützter Sport frenetisch gefeiert wird. Das zieht die Massen her: „Mehr und mehr Menschen kommen an und wollen genau wie sie über die Landungsbrücken. Auch auf dem Wasser ist der Verkehr dicht. Hybridfahrzeuge überholen kleine Fähren und Dampfer. Die meisten fahren mit Schweröl und Dieselöl, Treibstoffe, die außerhalb von Deutschland längst verboten sind.“ Die Szene erhellt die Spielstätte des Romans „Neongrau. Game Over im Neurosubstrat“ von Aiki Mira, erschienen 2022, dem im Jahr darauf ein weiterer, motivisch verwandter folgte, „Neurobiest“, worin Berlin besucht wird, genauer: eine Gemeinschaft biotechnisch Beschlagener namens „Die Unerschütterlichen“, die auf Dächern lebt: „Von hier oben sehen Sie, was Berlins Architektur so besonders macht: Chrom und Chlorophyll!“
