FAZ 08.02.2026
08:38 Uhr

(+) Agenten im Arztkittel: Die erfundene Epidemie


Zwei polnische Ärzte täuschten einen Fleckfieber-Ausbruch vor und retteten damit Menschen vor den Nazis. Ihre Geschichte zeigt, wie Wissenschaftler autoritäre Systeme unterlaufen können.

(+) Agenten im Arztkittel: Die erfundene Epidemie

Gerd Fätkenheuer ist Detektivarbeit gewohnt. Bis 2024 leitete er die Infektiologie am Universitätsklinikum Köln. „Wir Infektiologen müssen rausfinden, was ein Patient hat, an dem andere sich schon die Zähne ausgebissen haben“, sagt er. Da brauche man eben einen detektivischen Sinn. Dieser Sinn sprang an, als er die Geschichte von zwei jungen polnischen Ärzten hörte. Im Zweiten Weltkrieg soll ihnen ein Meisterstück der Täuschung gelungen sein, das vielen Menschen das Leben gerettet haben könnte. Doch hatte sich die Story wirklich so zugetragen? „Anfangs war ich sehr skeptisch“, gibt Fätkenheuer zu. Das lag vielleicht daran, dass diese Geschichte einfach zu gut klingt, um wahr zu sein.

Es kommt gar nicht so selten vor, dass Teenager ihre Eltern ohrfeigen oder verprügeln. Zurückschlagen ist keine Lösung. Totschweigen auch nicht.

In Schweden hat sich in den vergangenen 35 Jahren die Zahl der Menschen mit einer Autismus-Diagnose verzehnfacht. Dieser Trend zeigt sich auch in anderen Ländern.

Eine Inschrift dokumentiert die frühen Vorstöße der Ägypter auf den Sinai. Und sie macht deutlich, warum die ersten Pharaonen die wüstenhafte Halbinsel unter ihre Kontrolle bringen wollten.

Redakteur im Ressort „Wissenschaft“.

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