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19.01.2026
18:08 Uhr
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Der schutzbesessene Betreuungsstaat zweifelt an der Fähigkeit der Bürger, persönliche Risiken abzuwägen. Die nehmen es gern hin: Eigenverantwortung wird abtrainiert.

Als das Jahr, wie es sich für einen prächtigen Januar gehört, mit Minusgraden und Schneefall begann, wollte kein Winterjubel aufkommen. Wie auch! Allenthalben erschreckten Alarmmeldungen, selbst in den S-Bahnen: Gewarnt wurde vor gefährlicher Glätte, vor eingeschränkten Sichtweiten, vor sagenhaften fünf bis zehn Zentimetern Neuschnee. In mehreren Bundesländern schlossen die Schulen. Ein ganz normaler Wetterumschlag erschien als „Gefahr für Leib und Leben“.
Im Westjordanland vertreiben radikale Siedler immer mehr Menschen. Um das zu verhindern, bewachen israelische Aktivisten palästinensische Dörfer – rund um die Uhr.
Das russische Regime wird immer repressiver, aber das Schreiben hat es seinen Häftlingen noch nicht verboten. Die Briefe aus den Strafkolonien künden von Willkür und Gewalt, aber auch von Selbstbehauptung.
Chinas Macht über Seltene Erden führt vor Augen, dass Deutschland die Bodenschätze vernachlässigt hat. Eine unscheinbare Behörde hat nun eine Schlüsselrolle.
Politischer Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.
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