FAZ 19.01.2026
05:44 Uhr

(+) Abstinent nicht nur im „Dry January“: Wie es ist, acht Monate keinen Alkohol zu trinken


Unser Autor hat sich vom Alkohol verabschiedet – zum zweiten Mal. Was ist anders geworden als beim ersten Mal, und wie reagieren die, die weiter trinken? Eine nüchterne Bilanz.

(+) Abstinent nicht nur im „Dry January“: Wie es ist, acht Monate keinen Alkohol zu trinken

Mit einem tiefen Atemzug kam ich wieder zu mir. Kaum hatte ich die Augen aufgeschlagen, traf mich die erste Schmerzwelle. Es war, als hätte man mir Rasierklingen und Nägel in den Schädel gegossen und alles kräftig durchgeschüttelt. Mein Mund war trocken, meine Kleidung roch nach kaltem Rauch. Der erste Satz, der mir in den Sinn kam, war der Schluss eines Rilke-Sonetts, das ich in der Schule gelesen hatte: Du musst dein Leben ändern. Das mag jetzt etwas drastisch klingen, aber an jenem Morgen sah ich die Worte ganz klar vor mir. Ich denke immer an diesen Satz, wenn ich in einer Sackgasse stecke, wenn ich mir selbst gefährlich werde.

Kein Fenster im Bad? Altbau-Charme! Kaputte Heizung? Hier wird auf Nachhaltigkeit geachtet! Unsere Autorin über den absurden Alltag auf dem Wohnungsmarkt – und was die teuren Mieten für Studenten bedeuten

Mädchen wird früh vermittelt, eine best friend forever haben zu müssen. Für unsere Autorin fühlte sich diese Erwartung oft wie ein Korsett an. Führen wir bessere Freundschaften, wenn wir uns von dieser Idee lösen?

Anfang Dezember hatte unsere Autorin anonym von ihrem Kampf gegen Bettwanzen berichtet. Nun stellt sie fest: Sie hat ein weiteres Problem.

Redakteur in der Politik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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