FAZ 26.09.2026
14:45 Uhr

(+) Abschied vom Wohlstand: Die Deutschen haben ihre Marktwirtschaft abgewählt


Links und rechts verweigern Reformen. Und die gerupfte Mitte redet ihnen nach dem Munde. War es das mit dem Wohlstand?

(+) Abschied vom Wohlstand: Die Deutschen haben ihre Marktwirtschaft abgewählt

Bei den vergangenen Landtagswahlen sei die Mitte gerupft worden, heißt es. Aber was bedeutet das? Mit der Mitte abgewählt wurde die Soziale Marktwirtschaft. Sie ist der Motor des bei Gründung der Bundesrepublik den Bürgern gegebenen Wohlstandsversprechens und impliziert eine Gerechtigkeitsgarantie. Wohlstand soll es für alle geben, so der Titel des berühmten Buches von Ludwig Erhard. Dabei gilt: Jeder ist für sich selbst verantwortlich. Wer aber ohne Schuld in Not und Armut gerät, dem hilft die Gemeinschaft. Das nennt man Subsidiarität. Löst die Wirtschaftspolitik dieses Versprechen ein, wird sie zur Sozialen Marktwirtschaft.

Der Politik in Paris fällt es schwer, die Kontrolle über die Staatsverschuldung zu behalten. Das ist ein Indiz für den sehr schwierigen Zustand des Landes vor den näherrückenden Präsidentschaftswahlen.

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