FAZ 16.01.2026
07:55 Uhr

(+) Abkommen zum Hochseeschutz: Wie Donald Trump nach der Tiefsee greift


Während die Weltgemeinschaft erstmals die Hohe See schützt, bereitet der US-Präsident seinen nächsten Alleingang vor: Er will die Schätze an ihrem Grund ausbeuten – notfalls gegen den Geist des Völkerrechts.

(+) Abkommen zum Hochseeschutz: Wie Donald Trump nach der Tiefsee greift

Wie man es von den Präsidentenverfügungen des Weißen Hauses inzwischen kennt, ist auch diesem vorangestellt: Es sei eine Frage der nationalen Sicherheit. Die USA müssten darum die Führung übernehmen. Es geht dann aber nicht um die weltgrößte Insel, die unpraktischerweise schon zu einem anderen Land gehört, oder um einen Staat, dessen Diktator man ersetzen möchte. Es geht um ein Gebiet, auf das nie ein Mensch den Fuß setzen wird, das in Dunkelheit und Kälte liegt, unter einer mehrere Kilometer hohen Wassersäule. Während Europa dabei ist zu verdauen, dass Völkerrecht und internationale Vereinbarungen dem Recht des Stärkeren Platz zu machen drohen, bereitet Donald Trump seinen nächsten Alleingang vor: die Eroberung des Tiefseebodens.

In der Serie „Ponies“ avancieren zwei Sekretärinnen zu den ersten Agentinnen der CIA. Sie mischen im Moskau der Siebzigerjahre die Schlapphut-Machos auf. Das ist originell, witzig und furios gespielt.

Thomas Wagner bietet mithilfe ethnologischer Forschung eine kühne Antwort auf die zunehmende Kriegsgefahr. Seine These: Ohne staatliches Gewaltmonopol lässt sich leichter Frieden schließen.

Marie Antoinette blieb acht Jahre kinderlos und suchte vergeblich nach Freunden am Hof. Ihre innere Leere betäubte sie mit Luxus. Die Aufzeichnungen ihrer Kammerfrau zeigen eine Königin als tragische Figur.

Redakteurin im Feuilleton in Berlin.

Schlagworte: