Der Generalstaatsanwalt sagte im Staatsfernsehen, jeder, der an den Demonstrationen teilnehme, könne als "Feind Gottes" angesehen werden. Auch jene, die Unruhestiftern Hilfe leisteten, drohe unter diesem Tatvorwurf eine Anklage. Im Iran können sogenannte "Feinde Gottes" mit dem Tod bestraft werden.
Trotz der Drohungen und des gewaltsamen Vorgehens der Einsatzkräfte versammelte sich am Freitagabend erneut eine große Menschenmenge in der Hauptstadt Teheran. Exilsender zeigten - obwohl das Internet gesperrt wurde - auch Bilder aus anderen Städten, darunter Maschhad im Osten des Landes sowie Täbris im Norden.
Seit Beginn der Protestwelle vor fast zwei Wochen wurden nach Angaben der Organisation Iran Human Rights mit Sitz in Norwegen mehr als 70 Demonstranten getötet. In anderen Berichten ist von mehr als 200 Toten die Rede. Außerdem gebe es viele Festnahmen.
Diese Nachricht wurde am 10.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
