Berlins Innensenatorin Spranger sagte, das bei den Behörden eingegangene bekennerschreiben sei authentisch. Am Vormittag hatte sich bereits Berlins Regierender Bürgermeister Wegner zur Tat geäußert und Linksextremisten für die Brandstiftung an einem Kraftwerk im Stadtteil Lichterfelde verantwortlich gemacht. Der CDU-Politiker nannte es inakzeptabel, Stromnetze anzugreifen und damit Menschenleben zu gefährden.
Berlin ruft Großschadenslage aus
Gleichzeitig rief die Stadt eine sogenannte Großschadenslage aus, um so leichter etwa Hilfe der Bundeswehr in Anspruch nehmen zu können. Der Brand an einer Kabelbrücke hatte gestern wichtige Leitungen beschädigt. Etwa 45.000 Haushalte waren von der Stromversorgung abgeschnitten - in den Stadtteilen Nikolassee, Zehlendorf, Wannsee und Lichterfelde.
Rund 7.000 betroffene Haushalte werden seit heute früh wieder mit Elektrizität versorgt. Dem Netzbetreiber zufolge sollen noch heute 3.000 weitere Haushalte folgen. Demnach wird der Stromausfall aber für einen Großteil der Betroffenen voraussichtlich noch bis Donnerstag andauern.
Die Reparatur der Schäden gestaltet sich nach Angaben des Betreibers Stromnetz Berlin extrem kompliziert. Laut einem Sprecher wird derzeit an zwei Stellen gearbeitet. Einerseits werde die beschädigte Kabelbrücke am Teltowkanal repariert, andererseits arbeite man an einer provisorischen Lösung für die betroffenen Haushalte.
Laut Giffey fünf Hochspannungskabel zerstört
Nach Angaben von Wirtschaftssenatorin Giffey gingen Experten umgehend von einer mutwilligen Tat aus. Die SPD-Politikerin sagte am Samstagabend im RBB, es seien Brandsätze direkt unter den Kabeln platziert worden. Die davon ausgehende Kraft sei größer als die einer Kugelbombe gewesen.
Diese Nachricht wurde am 04.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
