Dlf 08.01.2026
04:15 Uhr

Winterwetter - Sturmtief "Elli": Warnung vor Glatteis und Sturmböen - Einschränkungen bei der Bahn und auf Straßen erwartet


Deutschland steht eine herausfordernde Wetterlage bevor. Nach vielfach weiteren Niederschlägen zieht in der kommenden Nacht und am morgigen Tag das Sturmtief Elli über das Land und bringt Schnee und Glatteis mit sich. Vielerorts laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren, so auch bei der Deutschen Bahn und der staatlichen Autobahn GmbH.

Winterwetter - Sturmtief
Laut Deutschem Wetterdienst sind insbesondere Ostdeutschland, der Harz und die Region zwischen Bremen und Hamburg betroffen. Auch Schneeverwehungen seien möglich. Besonders in der kommenden Nacht soll es zu teils kräftigen Schneefällen kommen.

Spiegelglatte Straßen und orkanartige Böen erwartet

Bundesverkehrsminister Schnieder sagte dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland", alle verfügbaren Kräfte seien auf den Straßen, Bahnhöfen und Schienen unterwegs, damit die Verkehrswege sicher befahrbar bleiben. Vor allem in den Schwerpunktregionen seien die Mitarbeiter rund um die Uhr im Einsatz. Vielerorts wird mit spiegelglatten Straßen und orkanartigen Böen gerechnet.

Deutsche Bahn warnt vor Einschränkungen

Die Deutsche Bahn rechnet ab dem Nachmittag mit Beeinträchtigungen des Fernverkehrsvor allem im Norden und Nordosten. Zudem seien Fernzüge auf einigen Schnellfahrstrecken vorsorglich langsamer unterwegs als gewohnt. Fahrgäste müssten mit Verspätungen und verpassten Anschlüssen rechnen.

Mehr Verletzte in den Notaufnahmen der Krankenhäuser

Unfälle durch Eis und Schnee sorgen bereits jetzt für eine wachsende Belastung der Kliniken. Die Wetterlage führe zu einem deutlichen Anstieg der Patientenzahlen in den Notaufnahmen, sagte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gaß, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Weitere Einschränkungen im öffentlichen Leben: Schulausfall in Hamburg und Teilen Niedersachsens

Wegen des anhaltenden Winterwetters mit viel Neuschnee und glatten Straßen fällt etwa an manchen Orten in Niedersachsen in den kommenden Tagen der reguläre Schulunterricht an allen allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen aus. Auch die Schulen in Hamburg bleiben wegen der Witterungsverhältnisse und des erwarteten starken Schneefalls am Freitag geschlossen. Das teilte die Schulbehörde mit. In Hamburg gibt es zudem aufgrund von Schnee und Glätte derzeit teils Einschränkungen bei der Müllabfuhr. In der Hansestadt wurde vorübergehend das Streusalzverbot aufgehoben.
In Brandenburg rief das Verkehrsministerium die Bürger auf, auf unnötige Fahrten mit dem Auto zu verzichten und zu Hause zu bleiben. Auf Fehmarn empfahl der Bürgermeister, sich mit Lebensmitteln für mindestens drei Tage einzudecken, damit man die Wohnung während der schwierigen Wetterlage nicht verlassen müsse.
Diese Nachricht wurde am 08.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.