Zu den Ursachen zählte vor allem ein drastischer Rückgang des Absatzes in China. Das Umfeld für die Autoindustrie bleibe "extrem herausfordernd: geopolitische Krisen, Handelskonflikte, hohe regulatorische Anforderungen, volatile Märkte und verschärfter Wettbewerb", erklärte Volkswagen-Chef Blume. Im zweiten Quartal des vergangenen Jahres hatte Europas größter Autobauer noch knapp 2,3 Milliarden Euro verdient.
Der Volkswagen-Konzern war bereits mit einem erneuten Gewinnrückgang ins Jahr 2026 gestartet. In den Monaten Januar bis März ließ das Konzernergebnis nach Steuern um 28,4 Prozent auf 1,56 Milliarden Euro nach.
Porsche macht im ersten Halbjahr Gewinn
Laut den Geschäftszahlen ging im zweiten Quartal der Umsatz bei Audi auf 15 Milliarden Euro zurück, das operative Ergebnis fiel noch einmal etwas schwächer aus als ein Jahr zuvor. Dagegen konnte die Volkswagen-Tochter Porsche ihr Ergebnis im ersten Halbjahr trotz eines weiteren Absatzschwunds um ein Drittel steigern. Die entsprechende Markengruppe "Sport Luxury" erwirtschaftete demnach ein operatives Ergebnis von 1,35 Milliarden Euro, nachdem es im Vorjahreszeitraum um zwei Drittel eingebrochen war. Der Umsatz sank um fünf Prozent auf 17,3 Milliarden Euro. In der kommenden Woche will der Stuttgarter Autobauer die Belegschaft über das zweite Paket an Stellenstreichungen informieren. Medienberichten zufolge sollen in den kommenden Jahren mindestens 5.000 Arbeitsplätze wegfallen.
Blume: "Bis Jahresende Beschlüsse im Aufsichtsrat zu Sparvorhaben"
Volkswagen hat bereits den Abbau von konzernweit 50.000 Stellen in Deutschland angekündigt. Allein 35.000 Arbeitsplätze sollen bei der Kernmarke VW wegfallen. Mit Blick auf das neue Sparpaket strebt Konzernchef Blume eine baldige Verabschiedung an. Sein Ziel sei es, dazu bis Jahresende Beschlüsse im Aufsichtsrat zu treffen, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Insgesamt stehen weitere 50.000 Stellen und vier Werke zur Disposition, wenn die Kosten nicht anderweitig gesenkt werden können. Blume betonte zugleich, er gehe im Konzern nicht von Werksschließungen bis zum Jahr 2030 aus.
Von Gewerkschaft und Betriebsrat kommt bereits kräftig Gegenwind. Ebenso vom Land Niedersachsen, das mit 20 Prozent an VW beteiligt ist und zwei Mitglieder im Aufsichtsrat stellt. Zusammen mit den Arbeitnehmern stellen sie dort die Mehrheit. In dem Gremium fielen die Sparpläne Berichten zufolge zunächst durch.
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Diese Nachricht wurde am 24.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
