Mehrere Wohnhäuser seien sowie ein Hotel getroffen worden, berichteten lokale Medien. Kiews Bürgermeister Klitschko sagte, es handele sich um den schwersten Angriff auf die ukrainische Hauptstadt seit Kriegsbeginn. Am frühen Morgen wurde eine neue Angriffswelle gemeldet. Auch in Saporischschja und Pawlohrad im Südosten sowie Sumy und Charkiw im Nordosten des Landes wurde Luftalarm ausgelöst.
Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, man habe bei den Angriffen ballistische Raketen und weitere Langstreckenwaffen eingesetzt. Dabei habe es sich um eine Reaktion auf ukrainische Attacken in den vergangenen Tagen gehandelt.
Kallas fordert weitere Russland-Sanktionen
Die EU-Außenbeauftragte Kallas verlangte weitere Sanktionen gegen Moskau. Sie werde einen Vorschlag unterbreiten, der neue Strafmaßnehmen gegen die russische Rüstungsindustrie umfasse, teilte Kallas mit. Je häufiger Moskau Zivilisten angreife, desto mehr Sanktionen müsse es geben.
Denkfabrik CSIS: Russland erleidet hohe Verluste
Beobachter werten die russischen Luftangriffe auf ukrainische Städte auch als Zeichen dafür, dass die russische Armee an der Front keine Fortschritte mehr erziele und hohe Verluste erleide. Die Washingtoner Denkfabrik CSIS erklärte, im ersten Halbjahr 2026 seien achtmal mehr russische Soldaten gefallen als ukrainische. Hauptgrund dafür sei der verstärkte und äußerst wirkungsvolle Einsatz ukrainischer Kampfdrohnen.
Diese Nachricht wurde am 02.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
