Dlf 20.11.2025
13:41 Uhr

Ukraine-Krieg - Angeblicher Geheimplan: Rubio spricht nur von "Liste von Ideen" für Kriegsende


US-Außenminister Rubio hat ausweichend auf Berichte über einen angeblichen neuen Friedensplan für die Ukraine reagiert. Rubio erklärte, man arbeite an einer Liste möglicher Ideen. In Europa sorgten die Berichte für Irritationen.

Ukraine-Krieg - Angeblicher Geheimplan: Rubio spricht nur von
Grundsätzlich müssten beide Seiten auf dem Weg zu einem dauerhaften Frieden Zugeständnisse machen, betonte Rubio. Der Kreml bekräftigte die Haltung, nach der ein Friedensplan die - nach russischem Verständnis - grundlegenden Ursachen des Konflikts angehen müsse. Es gebe Kontakte zu den USA, aber keine Verhandlungen über einen solchen Plan.
Nach Medienberichten soll es geheime Gespräche zwischen Washington und Moskau gegeben haben. Demnach sieht der Entwurf für einen Friedensplan große Zugeständnisse der Ukraine vor, darunter die vollständige Räumung der Gebiete Donezk und Luhansk. Zudem sollen die ukrainische Armee deutlich verkleinert und die Reichweite ihrer Waffen begrenzt werden.

Wadephul: Ukraine muss Souveränität wahren

Die EU-Außenbeauftragte Kallas und Bundesaußenminister Wadephul betonten bei einem Außenminister-Treffen in Brüssel, dass Verhandlungen nur unter Einbeziehung der Ukraine und Europas geführt werden könnten. Wadephul sagte, Verhandlungen könne es nur geben, wenn Russlands Präsident Putin seinen Angriffskrieg beende. "Es muss klar sein, dass die Ukraine ihre Souveränität wahren kann." Der französische Außenminister Barrot warnte, ein Friedensplan dürfe nicht auf eine Kapitulation vor Putin hinauslaufen. Ähnlich äußerte sich die britische Regierung.
Kanzleramtschef Frei warnte davor, dass Kremlchef Putin, Kriegsziele erreichen könnte, die er auf dem Schlachtfeld nicht erreicht habe. Und das wäre sicherlich ein Ergebnis, das nicht akzeptabel wäre, sagte der CDU-Politiker bei RTL/ntv. 
Diese Nachricht wurde am 20.11.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.