Die italienische Ministerpräsidentin Meloni erklärte, die sogenannte "Koalition der Willigen" sehe Beistandsgarantien ähnlich jener unter den NATO-Staaten vor. EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen bezeichnete das Treffen als einen starken Ausdruck der Einigkeit unter den Unterstützern der Ukraine.
USA sichern Unterstützung zu
Zuvor hatte die Nachrichtenagentur AFP über den Entwurf einer Abschlusserklärung berichtet. Demnach seien die USA bereit, die Überwachung einer Waffenruhe unter Beteiligung der Europäer zu leiten und mit Aufklärung und Logistik zu unterstützen. Es gebe bereits militärische Planungen "um Sicherheitsmaßnahmen in der Luft, auf See und an Land sowie für den Wiederaufbau der ukrainischen Streitkräfte vorzubereiten", heißt es weiter in dem Entwurf. Die internationale Truppe soll sich demnach aus Soldaten "williger Staaten" zusammensetzen.
Das Treffen im Pariser Präsidentenpalast begann am Nachmittag. Teilnehmer sind unter anderem Bundeskanzler Merz, der ukrainische Präsident Selenskyj sowie die beiden US-Gesandten Witkoff und Kushner. Rund 35 Staaten unterstützen die Ukraine in Paris die Ukraine.
Verbündete wollen Truppen entsenden
26 westliche Länder hatten sich im September bereit erklärt, Truppen zur Absicherung eines Waffenstillstands oder Friedens zwischen Russland und der Ukraine zu entsenden. Der Truppeneinsatz soll zur dauerhaften Sicherheit der Ukraine beitragen. Frankreich hatte mehrfach klargestellt, dass es sich nicht um einen Fronteinsatz handelt.
Unklar ist weiterhin, welche Länder sich konkret mit wie vielen Soldaten und Militärgerät an einer Friedenstruppe beteiligen wollen. Auch eine mögliche Beteiligung der Bundeswehr ist noch offen. Die Bundesregierung hatte sich noch nicht eindeutig positioniert, was sie zu einer Friedenstruppe beitragen würde.
Wie verhält sich Russland?
Der Kreml lehnt eine mögliche Präsenz ausländischer Truppen in der Ukraine - zumal aus Nato-Staaten - strikt ab. Solche Einheiten seien für die russische Armee ein legitimes Angriffsziel, heißt es aus Moskau.
Diese Nachricht wurde am 06.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
