Bundeskanzler Merz erklärte, auch Deutschland sei bereit, sich militärisch an der Absicherung einer Waffenruhe zu beteiligen. Dies könne etwa auf benachbartem NATO-Gebiet geschehen. Über Art und Umfang müsse letztlich der Deutsche Bundestag entscheiden.
EU-Ratspräsident Costa sagte, die Europäische Union sei bereit, sich zu einem System politisch und rechtlicher verbindlicher Garantien zu verpflichten. Dieses würde im Fall einer Waffenruhe in Kraft treten. Details nannte er nicht. Nach Angaben aus Verhandlungskreisen ist ein zentraler Punkt, der Ukraine rechtlich verbindlich zuzusichern, sie im Fall eines erneuten russischen Angriffs nicht allein zu lassen.
USA sagen Unterstützung zu
Die USA sagten zu, die sogenannte "Koalition der Willigen" zu unterstützen und bei der Überwachung eines Friedensabkommens eine Schlüsselrolle einzunehmen. EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen bezeichnete das Treffen in Paris als einen starken Ausdruck der Einigkeit unter den Unterstützern der Ukraine.
An dem Treffen im Präsidentenpalast hatten unter anderem Bundeskanzler Merz, der ukrainische Präsident Selenskyj sowie die beiden US-Gesandten Witkoff und Kushner teilgenommen. Rund 35 Staaten unterstützen die Ukraine in Paris.
Russland lehnt eine mögliche Präsenz ausländischer Truppen in der Ukraine - zumal aus Nato-Staaten - strikt ab. Solche Einheiten seien für die russische Armee ein legitimes Angriffsziel, heißt es aus Moskau.
Diese Nachricht wurde am 06.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
