Dlf 22.01.2026
00:26 Uhr

Ukraine - Ungewissheit um Treffen von Trump und Selenskyj in Davos - Ukraine-Expertin Melnyk: Große finanzielle Unterstützung der USA steht im Raum


US-Präsident Trump hat für heute ein Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj angekündigt. Das Gespräch soll im Rahmen des Weltwirtschaftsforums in Davos stattfinden, wie Trump mitteilte. Bislang galt es als unsicher, ob Selenskyj tatsächlich in die Schweiz reisen wird.

Ukraine - Ungewissheit um Treffen von Trump und Selenskyj in Davos - Ukraine-Expertin Melnyk: Große finanzielle Unterstützung der USA steht im Raum
Er hatte am Dienstag erklärt, angesichts der andauernden russischen Luftangriffe die Ukraine nur dann zu verlassen, wenn es ein unterschriftsreifes Dokument für eine Beendigung des Krieges oder weitere Hilfszusagen gebe. Trump erklärte in Davos, man sei "ziemlich nah" an einem Abkommen.

Ukraine-Expertin Melnyk: Abkommen über große finanzielle Unterstützung der USA im Raum

Die Ukraine-Expertin und Präsidentin der Deutsch-Ukrainischen Gesellschaft, Melynk, sagte im Deutschlandfunk, auch in ukrainischen Medien sei unklar geblieben, ob Selenskyj nach Davos reise. Berichten zufolge habe ein Abkommen zwischen den USA und der Ukraine in Aussicht gestanden, in dem es um eine "große finanzielle Unterstüzung nach der Beendigung des Krieges" gegangen sein. Ob Selenskyj nach Davos komme, werde man erst heute erfahren.
Zum Verhalten des US-Präsidenten sagte Melnyk, "Donald Trump versucht, die ganze Verantwortung auf die Europäer zu schieben. Auf Dauer sind wir jetzt schon mit der Tatsache konfrontiert, dass wir uns mit Blick auf die Sicherheit stärker aufstellen müssen."

Witkoff und Kushner in Moskau erwartet

Heute werden der US-Sondergesandte Witkoff und Trumps Schwiegersohn Kushner zu weiteren Gesprächen mit Russlands Präsident Putin in Moskau erwartet. Danach seien Beratungen mit der ukrainischen Seite geplant, hieß es.
Angesichts der jüngsten russischen Luftangriffe auf die Energieversorgung der Ukraine forderte NATO-Generalsekretär Rutte die Mitgliedstaaten des Bündnisses dazu auf, der Ukraine schnell mehr Luftabwehrsysteme zu liefern.
Der Bürgermeister von Kiew, Klitschko, teilte via Telegram mit, dass noch knapp 3.000 Wohnhäuser in der ukrainischen Hauptstadt ohne Strom seien.
Diese Nachricht wurde am 22.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.