Dlf 25.01.2026
00:42 Uhr

USA - Mahnwache in Minneapolis nach tödlichen Schüssen von Einwanderungsbehörde


Nach dem erneuten tödlichen Schusswaffenvorfall durch die US-Einwanderungsbehörde ICE in Minneapolis ist in der US-Großstadt eine Mahnwache abgehalten worden. Hunderte Teilnehmer zündeten Kerzen an oder legten Blumen nieder. Ein ICE-Mitarbeiter hatte gestern einen 37-jährigen US-Bürger erschossen.

USA - Mahnwache in Minneapolis nach tödlichen Schüssen von Einwanderungsbehörde
Auf Videos ist zu sehen, wie ICE-Mitarbeiter den Mann zu Boden ringen und mehrmals auf ihn schießen. Das Heimatschutzministerium spricht von Notwehr, der Mann habe eine Schusswaffe gehabt. Die Videos liefern aber keinen Beleg dafür, dass der Mann die Waffe gezogen hätte. Laut Polizei besaß er die Waffe legal. Die Eltern des Getöteten werfen den Einsatzkräften vor, ihren Sohn ohne legitimen Grund erschossen zu haben.
Unterdessen machen sich Vertreter des Bundesstaates Minnesota und der Bundesregierung gegenseitig Vorwürfe. US-Präsident Trump behauptete, der Bürgermeister und der Gouverneur stachelten mit ihrer Rhetorik einen Aufstand an. Man müsse die Einwanderungsbehörde ICE ihren Job machen lassen, schrieb der Republikaner auf seiner Plattform "Truth Social".
Minnesotas demokratischer Gouverneur Walz warf den ICE-Verantwortlichen dagegen Lügen vor und forderte Trump auf, die Einsatzkräfte abzuziehen. Die ICE-Beamten säten Chaos und Gewalt. Vor zwei Wochen war in der Stadt bereits eine 37-jährige US-Amerikanerin erschossen worden. Dies sorgte für Proteste.
Diese Nachricht wurde am 25.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.