Dlf 23.11.2025
09:28 Uhr

US-Plan für Ende des Ukraine-Kriegs - US-Außenminister Rubio in Genf eingetroffen - Merz und Carney fordern Schutz ukrainischer Interessen - Trump: nicht letztes Angebot


US-Außenminister Rubio ist zu Gesprächen über den Ukraine-Krieg in Genf eingetroffen. Dort wollen sich Vertreter europäischer Staaten mit der Trump-Regierung und der Ukraine über das weitere Vorgehen abstimmen.

US-Plan für Ende des Ukraine-Kriegs - US-Außenminister Rubio in Genf eingetroffen - Merz und Carney fordern Schutz ukrainischer Interessen - Trump: nicht letztes Angebot
Der US-Außenminister wies den Vorwurf zurück, dass es sich bei dem Vorschlag Washingtons in Wahrheit um eine Art Wunschliste des Kremls handele. Rubio erklärte im Onlinedienst X, das 28-Punkte-Papier basiere nicht nur auf Beiträgen der russischen Seite, sondern auch auf früheren und laufenden Beiträgen der Ukraine.

Merz und Kanadas Premier Carney beraten über Lage in der Ukraine

Am Rande des G20-Gipfels bekräftigten Bundeskanzler Merz und der kanadische Ministerpräsident Carney, dass jedes Abkommen Kiew direkt einbeziehen, seine grundlegenden Interessen schützen und konkrete Sicherheitsgarantien enthalten müsse. Carney will nach eigenen Angaben noch heute mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj über den von den USA vorgeschlagenen Plan sprechen.
Die Staats- und Regierungschefs der EU sowie Kanadas und Japans verlangten Änderungen am jüngsten Plan der USA. Sie übersandten Washington eine überarbeitete Version des Papiers.

Trump: US-Plan nicht das letzte Angebot

US-Präsident Trump hat seinen Plan für ein Ende des Ukraine-Krieges für verhandelbar erklärt. Erst am Freitag hatte Trump die Ukraine ultimativ aufgefordert, dem Plan bis kommenden Donnerstag zuzustimmen. Einen Tag später sagte er, sein Vorschlag sei nicht das letzte Angebot. Man versuche, die Sache auf die eine oder andere Weise zu beenden, fügte der US-Präsident hinzu.
Diese Nachricht wurde am 23.11.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.