Dlf 31.01.2026
11:52 Uhr

Trotz Waffenruhe - Zwölf Tote nach israelischen Angriffen auf Gazastreifen gemeldet


Mindestens zwölf Menschen sind nach palästinensischen Angaben bei Luftangriffen des israelischen Militärs auf Ziele im Gazastreifen getötet worden.

Trotz Waffenruhe - Zwölf Tote nach israelischen Angriffen auf Gazastreifen gemeldet
Örtliche Krankenhäuser teilten mit, es seien ein Wohnhaus in Gaza-Stadt und ein Zelt in Chan Junis getroffen worden. Ein Sprecher des von der Terrorgruppe Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums teilte mit, mindestens 20 weitere Menschen seien verletzt worden.
Seit dem 10. Oktober gilt im Gazastreifen eine Waffenruhe zwischen der Hamas und Israel, die jedoch von beiden Seiten immer wieder gebrochen wurde.

Trump-Regierung billigt neues Milliarden-Rüstungspaket für Israel

Die US-Regierung billigte unterdessen neue Rüstungsverkäufe an Israel im Gesamtumfang von rund 6,7 Milliarden Dollar. Das Paket umfasse 30 Kampfhubschrauber vom Typ Apache samt zugehöriger Ausrüstung und Waffen sowie 3.250 leichte taktische Fahrzeuge, teilte das Außenministerium in Washington mit.
Die Rüstungsgeschäfte mit Israel wurden in einer Phase bekannt, in der Präsident Trump den Friedensplan für den Gazastreifen weiter vorantreibt. Dieser soll den Konflikt zwischen Israel und der Hamas beenden und den Wiederaufbau sowie die Neuentwicklung des Gebiets ermöglichen, das nach zwei Jahren Krieg verwüstet ist. Zudem gibt es im Nahen Osten wachsende Spannungen wegen der Möglichkeit eines US-Militärangriffs auf den Iran.

Rotes Kreuz fordert Lockerung der israelischen Einfuhrbeschränkungen für Hilfsgüter in den Gazastreifen

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz, IKRK, forderte Israel auf, die Einfuhrbeschränkungen für Hilfsgüter im Gazastreifen zu lockern. Dazu gehörten auch sogenannte Dual-Use-Güter, die sowohl zivil als auch militärisch genutzt werden könnten, sagte IKRK-Präsidentin Spoljaric in Genf.
So seien beispielsweise Wasserleitungen und Generatoren unerlässlich für die Wiederherstellung einer grundlegenden Infrastruktur. Es gelte jetzt, die katastrophalen humanitären Bedingungen in Gaza zu verbessern. Spoljaric nannte unter anderem die Instandsetzung von Krankenhäusern, Wohngebäuden und Schulen sowie der Wasserversorgung.

Grenzübergang Rafah wird am Sonntag geöffnet

Der Grenzübergang Rafah zwischen Ägypten und dem Gazastreifen wird israelischen Angaben zufolge am Sonntag wieder für den Personenverkehr geöffnet. Die zuständige israelische Cogat-Behörde teilte mit, die USA hätten auf die Öffnung gedrängt. Sie ist Teil des von Washington vorangetriebenen Gaza-Friedensplans.
Diese Nachricht wurde am 31.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.