Trump nannte keine Details zum Telefonat mit Putin. Aus dem Kreml hieß es jedoch, Washington und Moskau seien der Ansicht, dass ein vorübergehender Waffenstillstand den Konflikt nur verlängern würde. Die ukrainische Führung müsse mit Blick auf eine Abtretung der Donbass-Region eine mutige Entscheidung treffen, um den Krieg zu beenden.
Putin hatte sich heute demonstrativ in Militäruniform gezeigt und bei Beratungen mit seinem Generalstab betont, alle russischen Ziele in der Ukraine könnten militärisch erreicht werden. Der Ukraine-Korrespondent des Deutschlandfunks, Florian Kellermann, erklärte, es sei kein Entgegenkommen bei Putin ersichtlich. Dies sei keine Basis für eine Einigung.
Selenskyj: Möchte über Schicksal der Donbass-Region sprechen
Grundlage der Gespräche in der Privatresidenz von Trump in Florida ist der überarbeitete US-Plan. Laut den Angaben der ukrainischen Seite sollen nach der Unterredung europäische Staats- und Regierungschefs per Telefon über die Ergebnisse informiert werden. Selenskyj war am Nachmittag am Verhandlungsort Palm Beach eingetroffen. Vor dem Treffen mit Trump kündigte er an, er wolle unter anderem über das Schicksal der Industrieregion Donbass und die Zukunft des größten europäischen Kernkraftwerks Saporischschja sprechen. Beides möchte Russland dauerhaft unter seine Kontrolle bringen. Die Ukraine fordert zudem Sicherheitsgarantien für ihr Land.
Russland greift nach wie vor Ziele in der Ukraine aus der Luft an. In der Region Cherson wurde nach Behördenangaben ein Heizkraftwerk getroffen. Die ukrainische Armee griff ihrerseits den Großraum Moskau mit Drohnen an.
Diese Nachricht wurde am 28.12.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
