Dlf 25.01.2026
00:42 Uhr

Syrien - Waffenruhe zwischen syrischer Armee und kurdischen Milizen verlängert


Die vereinbarte Waffenruhe zwischen der syrischen Armee und kurdischen Milizen ist dem Verteidigungsministerium zufolge wenige Stunden vor ihrem Ablaufen verlängert worden.

Syrien - Waffenruhe zwischen syrischer Armee und kurdischen Milizen verlängert
Sie gelte für weitere 15 Tage. Grund sei, dass die Verlegung von inhaftierten Mitgliedern der Dschihadistenmiliz IS von Syrien in den Irak noch Zeit brauche, hieß es. Die kurdische SDF-Miliz hatte zuletzt große Gebiete im Norden des Landes an die vorrückende syrische Armee verloren. Die mit den Kurden verbündeten USA hatten deshalb die Verlegung von 7.000 inhaftierten Kämpfern der IS-Terrormiliz aus Gefängnissen in den kurdisch kontrollierten Gebieten in den Irak angeordnet. Zuvor soll es massenhaft Ausbrüche von IS-Häftlingen gegeben haben.
Hintergrund des Konflikts ist ein Machtkampf der SDF mit der Übergangsregierung. Es geht um die Eingliederung in die staatliche Ordnung Syriens. Die SDF musste sich in den vergangenen Tagen aus Gebieten im Nordosten des Landes zurückziehen, die sie im Kampf gegen den IS erobert hatte, darunter energie- und rohstoffreiche Regionen. Sie werden inzwischen von der vorrückenden syrischen Armee gehalten. Staatliche Unternehmen begannen bereits damit, gefördertes Erdöl an die Raffinerien in Homs und in der Hafenstadt Baniyas in Westsyrien zu liefern, wie die Nachrichtenagentur SANA meldete.
Diese Nachricht wurde am 25.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.