Neben den Nachbarländern Italien, Frankreich und Deutschland hatte auch Polen angeboten, Verletzte aufzunehmen. In Crans-Montana laufen indes die Ermittlungen zur Identifizierung der Opfer. Wie die örtlichen Behörden mitteilten, kann es Tage dauern, bis die Namen aller Opfer festgestellt sind. Experten nutzten dafür auch Zahn- und DNA-Proben. Man müsse sich "100-prozentig sicher" sein, bevor man die Familien informiere, hieß es weiter.
In den Flammen waren etwa 40 Menschen ums Leben gekommen. Der Brand war aus noch ungeklärter Ursache während einer Silvesterfeier in einer Bar in den frühen Morgenstunden ausgebrochen. Berichten zufolge gibt es Hinweise, dass Lärmschutzmaterial durch brennende Wunderkerzen Feuer gefangen haben könnte.
Crans-Montana ist einer der bekanntesten Touristenorte in den Schweizer Alpen und über Feiertage wie Weihnachten und Neujahr mit Tausenden Besuchern aus aller Welt meist ausgebucht.
Internationale Anteilnahme
Der Fall löste international Bestürzung aus. Bundeskanzler Merz, Frankreichs Präsident Macron, Österreichs Kanzler Stocker und die italienische Ministerpräsidentin Meloni drückten ihr Mitgefühl aus. Aus dem Auswärtigen Amt in Berlin hieß es, die deutsche Botschaft stehe mit den Schweizer Behörden in engem Kontakt.
Merz schrieb in einem Kondolenztelegramm an den Schweizer Bundespräsidenten Parmelin, "ich möchte Ihnen, dem schweizerischen Volk und den betroffenen Familien mein tiefstes Mitgefühl ausdrücken. Unsere Gedanken sind bei den Opfern, ihren Angehörigen und allen Menschen, die von dieser Tragödie betroffen sind."
Parmelin sprach von einer der schlimmsten Tragödien in der Geschichte seines Landes. "Wir sind bestürzt." Er bedankte sich für das Engagement der Rettungskräfte und die Solidarität der Öffentlichkeit.
Aus dem Deutschlandfunk-Programm
Schweiz: Situation nach dem verheerenden Brand (Audio)
Diese Nachricht wurde am 02.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
