Dlf 28.05.2026
03:33 Uhr

Reformdebatte - Unions-Fraktionsvize Stegemann: "Auch Eigenheim und Vermögen bei Pflege heranziehen"


In der Diskussion um die Reform der gesetzlichen Pflegeversicherung spricht sich Unions-Fraktionsvize Stegemann dafür aus, bei den anfallenden Kosten auch Vermögen stärker mit einzubeziehen. Dazu zählten auch das Eigenheim, sagte der CDU-Politiker der "Bild"-Zeitung.

Reformdebatte - Unions-Fraktionsvize Stegemann:
Ein - so wörtlich - "Erbenschutzprogramm auf Kosten der Allgemeinheit" könne es nicht geben, hier müsse zunächst das eigene Vermögen eingesetzt werden. Um eine finanzielle Unterstützung zur Pflege geltend machen zu dürfen, bestehen bereits jetzt Vermögens- und Einkommensgrenzen. Es gibt jedoch ein sogenanntes Schonvermögen, das nicht angetastet werden muss. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums fällt auch eine Immobilie darunter, wenn sie noch von beiden Ehepartnern bewohnt wird, etwa bei der Inanspruchnahme ambulanter Pflege.
Der CDU-Politiker Stegemann betonte die Notwendigkeit stärkerer privater Vorsorge für den Pflegefall. Als Beispiele nannte er etwa den Abschluss einer privaten Zusatzversicherung und das Aktiensparen. Gesundheitsministerin Warken will bald den Entwurf für eine Pflegereform vorlegen. Andernfalls droht ihr zufolge in den kommenden zwei Jahren ein Defizit von mehr als 22 Milliarden Euro.
Diese Nachricht wurde am 28.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.