Dlf 14.01.2026
06:45 Uhr

Reform der Erbschaftssteuer - Arbeitgeber und Handwerksbetriebe lehnen SPD-Konzept ab


Die Vorschläge der SPD für eine Reform der Erbschaftssteuer stoßen bei den Arbeitgebern auf Ablehnung. Konkret geht es um das Betriebsvermögen und den in Aussicht gestellten Freibetrag in Höhe von fünf Millionen Euro, der als zu gering angesehen wird.

Reform der Erbschaftssteuer - Arbeitgeber und Handwerksbetriebe lehnen SPD-Konzept ab
Der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Dulger, sagte der "Rheinischen Post", schon jetzt gebe es bei der Unternehmensnachfolge mittelständischer Unternehmen erhebliche Probleme. Diese würden sich noch verschärfen, sollten die SPD-Pläne umgesetzt werden. Der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, Dittrich, hält die Freibeträge für nicht zielführend. Das Konzept der SPD betreffe vor allem Handwerksbetriebe und gefährde Arbeitsplätze, sagte Dittrich im Deutschlandfunk.
Laut dem SPD-Konzept sollen kleine und mittlere Firmen steuerfrei übertragen werden können. Die Erbschaftssteuer soll bei einem Betriebsvermögen ab fünf Millionen Euro greifen und dann progressiv steigen. Für Unternehmen, die Arbeitsplätze dauerhaft garantieren, soll die Steuerzahlung auf bis zu 20 Jahre gestreckt werden können. Zehn-Jahres- und Verschonungsregeln fielen weg.

Aus dem Deutschlandfunk-Programm

Erbschaftssteuer - Worum es bei den Reformplänen der SPD geht
Diese Nachricht wurde am 14.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.