Der Thüringer Co-Landesvorsitzende Möller sprach sich für schärfere Verhaltensregeln aus. Dem "Stern" sagte er, der Anspruch der AfD sei immer gewesen, sauberer zu agieren als die anderen Parteien. Auch wenn die Anstellungen legal seien, bedeuteten sie ein Problem für die Glaubwürdigkeit.
Der Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Baden-Württemberg und Vize-Fraktionschef im Bundestag, Frohnmaier, wies im SWR Vorwürfe der Vetternwirtschaft zurück. Zuvor hatte er bestätigt, dass seine Frau für einen anderen Bundestagsabgeordneten seiner Partei arbeitet.
Ex-AfD-Generalssekretär Schmidt trat Debatte über Vetternwirtschaft und Abrechnungsbetrug los
Ausgangspunkt der Debatten war vor allem die AfD in Sachsen-Anhalt. Deren ehemaliger Generalsekretär Schmidt hatte Parteikollegen vorgeworfen, Abrechnungsbetrug begangen und Vetternwirtschaft betrieben zu haben. Mittlerweileläuftein Parteiausschlussverfahren gegen ihn. Wegen des parteiinternen Streits hatten AfD-Mitglieder in dem Landesverband den Bundesvorstand aufgefordert,ordnend und befriedend einzugreifen.
Der Landesvorstand der sachsen-anhaltischen AfD wies den Vorwurf der Vetternwirtschaft in einem offiziellen Schreiben an die Mitglieder zurück. Alle Anstellungen in der Partei seien unter Beachtung bestehender Gesetze abgeschlossen worden. Gegen den Landesverband werde mit Falschbehauptungen und Verzerrungen Stimmung gemacht.
Auch AfD-Chef Chrupalla beschäftigt Ehefrau eines sächsischen AfD-Landtagsabgeordneten
Auch der AfD-Bundesvorsitzende Chrupalla hatte allerdings nach dem Bekanntwerden der Fälle in Sachsen-Anhalt von einem "Störgefühl" gesprochen. Zugleich bestätigte er gestern wiederum einen Bericht des MDR, wonach er selbst seit 2017 in zwei Bürgerbüros die Ehefrau eines sächsischen AfD-Landtagsabgeordneten beschäftigt. Chrupalla betonte, das sei nicht problematisch. So sei der Ehemann erst 2019 in den Landtag in Dresden gewählt worden.
Aus dem Deutschlandfunk-Programm
Diese Nachricht wurde am 13.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
